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Interferenzen
für Klarinette und 15 Spieler
[ 1988 ]

Konzert für Orchester
 

 

 
   
 

Ursprünglich als Konzert für Klarinette und Kammerensemble in Auftrag gegeben, komponierte ich eine halbstündige Musik für Soloklarinette und fünfzehn Spieler in drei Gruppen (ein Holzbläserblock, ein Blechbläserquintett und — quasi als »Continuokern« — Schlagzeug, Klavier, Akkordeon, E-Gitarre/Bass und Synthesizer), welche die traditionelle Konzertform nur noch teilweise erkennen lässt. Am ehesten noch in formaler Hinsicht, sind doch die drei Sätze als solche deutlich abgegrenzt, wenn auch zur Einsätzigkeit verschmolzen.


 
 

kompositionen
noten

   
 

Interferenzen
32'32" | 11 MB
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Von der Ensemblekonstellation her wird man das Stück allerdings als »Konzert« im herkömmlichen Sinn kaum bezeichnen können. Denn der Soloklarinette stehen fünfzehn Solisten gegenüber, die nicht mindere instrumentale Ambitionen entwickeln und die gelegentlich versuchen, dem Klarinettisten seinen Rang streitig zu machen. Daraus ergibt sich ein Konkurrenzkampf, vielleicht ein bisschen im Sinne eines barocken Concerto grosso.

Die Musiker sind durchaus auch improvisatorisch zur kreativen Mitarbeit herausgefordert. Jedenfalls verhalten sich die Mitglieder des Ensembles dem Solisten gegenüber deutlich emanzipiert, auch wenn es der Klarinette doch immer wieder gelingt, sich durchzusetzen.

 
   
 

In kompositorischer Hinsicht bot sich in diesem Werk die Gelegenheit, mit einem frei zusammengestellten Instrumentalensemble klanglich zu experimentieren und neue Ausdrucksmöglichkeiten zu suchen.
Die ungewohnte Kombination gemeinhin vertrauter Instrumente einerseits (Akkordeon) und der gezielte Einsatz elektronischer Klänge andererseits ergaben sich aus dem Wunsch, in das Klangspektrum eines traditionellen Blasorchesters Klangvorstellungen und -erfahrungen anderer zeitgenössischer Musikströmungen einzubringen.

 
   
 

Hierbei war durch die Konfrontation von Musikern aus der Jazzszene mit sogenannten E-Musikern von Anfang an eine fruchtbare Basis für die Entwicklung und Austragung musikalischer Spannungen und Konflikte geschaffen. Mit einer Formation, die vielleicht in mancher Hinsicht an eine Big-Band erinnert, in Ausdrucksbereiche vorzudringen, die sowohl in Formen des Jazz als auch in der »Ernsten Musik« verwurzelt sind, war eines der Hauptziele dieser Arbeit.

 
   
 

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