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Messe nach Psalmentexten
für Männerchor/gem. Chor, Bläser und Orgel
[ 1999 ]
(Fl. - Klar. - ASax. - 2 Tp. - Hr. - Pos. - Tb. -
Schl. ad lib. - Org. - MCh./gem.Ch.)
Auftragswerk des Tiroler Sängerbundes
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01. Eröffnung
02. Schuldbekenntnis
03. Gloria
04. Zwischenspiel
05. Opferung
06. Sanctus
07. nach der Wandlung
08. Kommunion
09. Schluss
10. Toccata für Orgel
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Als Auftragswerk des Tiroler Sängerbundes für
das Jahr 2000 ist die Psalmenmesse ihrer Bestimmung nach zunächst
Gebrauchs-musik, freilich im besten Sinn des Wortes. In erster Linie
ging es um einen Impuls zur Repertoireerweiterung im Bereich der
Männerchorliteratur, wie sie insbesondere in mittelgroßen
Gemeinden praktiziert wird, unter Wahrung realistischer Rahmen-bedingungen:
mittelschwere technische wie musikalische Anforderungen an eine
Chor- und Instrumentalbesetzung, wie sie in ländlichen Gebieten,
in denen Blasmusik-traditionen ein wichtiger Stellenwert zukommt,
gewöhnlich vorzufinden ist.
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Die Messe ist ein Versuch, die genannten technischen
Einschränkungen mit den Ansprüchen eines zeitgemäßen
musikalischen Vokabulars zu verbinden. Damit in diesem Zusammenhang
gemeint, Elemente der Stilistik des 19. Jahrhunderts, die ja in
der Literatur der Blaskapellen nach wie vor eine dominierende Rolle
spielt, aufzugreifen und in Zusammenhänge zu stellen, wie sie
für die Musik des 20. Jahr-hunderts charakteristisch sind. Hierbei
nimmt in dieser Messe der Dreiklang eine zentrale Bedeutung an:
Der Chorpart ist durchgehend dreiklangsbetont, die Verbin-dung der
Dreiklänge einerseits und ihre instrumentale Einfärbung
durch charakteris-tische Dissonanzen andererseits geben der Musik
ihre »zeitgenössische« Farbe.
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In der Großdisposition ist größtmögliche
Flexibilität realisiert. Die zehn Messteile sind absolut modular
und nur in zweiter Linie als Zyklus zu verstehen. Einzelne Teile
können durchaus weggelassen, auch kann eine andere Reihenfolge
gewählt werden (z.B. die mögliche Umstellung Opferung/Benedictus).
Als Kern der Messe sind die Teile Eröffnung – Gloria
– Sanctus – Schluss anzusehen, insbesondere das
Gloria und Sanctus können aber auch als einzelne
Teile, etwa als Abschluss einer anderen musikalischen Messgestaltung,
herangezogen werden. Für die alleinige Aufführung der
Orgeltoccata steht eine gesonderte Fassung mit Intro-duktion zur
Verfügung.
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Die Orgel hat zunächst zwei Hauptfunktio-nen:
Zum einen ist sie eine wichtige Stütze für den Chor, zum
anderen soll sie den Klang der 8 Bläser symphonisch verdichten.
Die Registrierung ist bewusst abstrakt gehalten. Die wenigen Angaben
sind als Anregung, nicht als Einschränkung zu verstehen.
Die Wahl der Texte geschah durchaus absichtsvoll: Hier trifft sich
orientalische Poesie mit europäischer Religiosität. Der
ökumenische und multikulturelle Hintergrund schien mir in der
Sprache Martin Luthers am eindruckvollsten wiedergegeben.
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