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Rotationen für Blechbläserquintett
[1992]

Konzert für Orchester
 

 

 
   
 

Bei den Rotationen für Blechbläserquintett handelt es sich um eine Studie über asynchrone Strukturen, im Einleitungsteil in freier Kombination der Stimmen, im Mittelteil unter dem Gesichtspunkt der Form des Kanons.

 

 
 

kompositionen
noten

   
 

Diese Form hat hier zu einer ganz bestimmten musikalischen Gestalt geführt. Indem die Stimmen immer »hintereinander herlaufen«, ergibt sich Asynchronität gewissermaßen von selbst, es sei denn, synchrone Ereignisse werden von vornherein geplant und konsequent auf- und wieder abgebaut. Dies war dann Reiz und Herausforderung gleichermaßen, die Form des Kanons streng anzuwenden und gleichzeitig zu »überlisten«. Das Ergebnis ist ein Stück, in dem es keine abrupten Kontraste gibt, sondern in dem sich »Gravitationszentren« gebildet haben, um die die Musik »rotiert«, Zentren, die sich langsam auf- und dann ebenso wieder abbauen. Der Charakter der Musik, in der Kontinuität eine gewisse Rolle spielt, hat durchaus auch etwas Minimalistisches an sich.


 
   
 

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