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Martin Lichtfuss im Spiegel der Presse

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Adieu für kleines Orchester

 

:: Martin Lichtfuss wollte sein 15-minütiges »Adieu für kleines Orchester« als Versuch verstanden wissen, sich von seelisch belastenden Erfahrungen freizuschreiben. Dieser Versuch des introvertierten Lichtfuss hätte nachhaltiger nicht ausfallen können.

Das Freischreiben gelang mit aller massiven Klanglichkeit und intimen Zärtlichkeit ebenso wie mit sinnlicher Leidenschaft und impulsivem Gestus. Lavierend zwischen tonal und atonal, im Wechsel von Klangentladungen und kleinen Inseln der Entspannung, lässt er, wie im wirklichen Leben, Stimmungen unvorhersehbar kippen und deutet luzid seelische Lichtblicke an, die zu erreichen man nie sicher sein kann.

Markus Hauser
Tiroler Tageszeitung   22-11-2004


 

Presse
Stimmen

   
 


   
   
   
   
 
       
   
 

Der Dirigent Martin Lichtfuss

 

:: Der junge Kapellmeister Martin Lichtfuss hatte nicht nur in den Autographen geforscht und danach die Originalfassungen rekonstruiert, sondern er sorgte mit sicherer Zeichengebung auch dafür, daß das Staatsorchester schwungvoll die Melodien Suppés präsentierte, die durch starke stilistische Kontraste immer wieder überraschende Wendungen nehmen.

Marion Eckels
Braunschweiger Zeitung   14-02-1994

 

 

:: Der musikalischen Leitung von Martin Lichtfuss merkt man über das bloße Können hinaus auch das geradezu subtile Kennertum an. Gründlich aufgeräumt hat Lichtfuss mit dem Schlendrian – denn so darf man's wohl nennen – den »Der Bettelstudent«-Aufführungen nicht selten auch vom Musikalischen her an sich haben.

Er läßt die von Millöcker geradezu überschwänglich mit melodischen Einfällen stets aufs Neue belebte Musik […] nicht breit dahinziehen, sondern zieht sie, sich exakt an Millöckers originale Fassung haltend, immer locker und klarsichtig durch, so daß man da jetzt erst wahrnimmt, wie fern dieser Komponist aller stilistischen Schlamperei oder doch Unreinlichkeit steht.

Erfreulich, daß sich das Philharmonische Orchester Würzburg da einsichtig zeigte und sich auf Reaktionssicherheit einzurichten vermochte. Die Animation des Dirigenten wirkte sich aus.

Otto Schmidt-Rosenberger
Main-Post   16-02-1993

 

 

:: Dirigent Martin Lichtfuß befreite sich bei seiner Interpretation bewußt von allen Traditionen, d.h. Temposchwankungen, Fermaten und sogenannten Gustopausen.
Das Ergebnis: ein entschlackter, gerader und metrischer Strauß als Beweis für die ernsthafte Auseinandersetzung mit der Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhunderts.

Cornelia Fäh
Das Orchester   Februar 1991

 

 

:: Endlich Operette, wie sie sein soll: […]
Carl Millöckers »Der Bettelstudent« kommt […] unter dem Dirigenten Martin Lichtfuss ebenso schwungvoll wie präzise über die Rampe […] Martin Lichtfuss hat den von ihm akkurat einstudierten Chor […] wie auch das beschwingt musizierende Orchester gut im Griff, führt die Sänger mit sinnvollem Duktus und schafft vom ersten Takt an ein gedeihliches Klima.

Jutta Höpfel
neue tiroler zeitung   25-04-1989


 
       
   
 

Konzert für Orchester

 

:: Martin Lichtfuss komponierte nun speziell zum 100. Geburtstag des Innsbrucker Klangkörpers ein »Konzert für Orchester«, das bei seiner Uraufführung vorerst einmal am regionalen Musikhimmel als Kometenschweif aufleuchtete. […]

Lichtfuss legte […] eine technisch extrem aufwendige und rhythmisch vertrackte Partitur vor. Der Umsetzung […] widmeten sich das Orchester und sein Chefdirigent Kasper de Roo aber mit höchster Konzerntration und brillanten instrumentalen Leistungen. […]

Der Klangfarbenreichtum des Werkes – die Auswirkung einer exzellenten Instrumentation – schließt auch aufrauhende bis verspielte elektronische Effekte ein. Lichtfuss gibt den Musikern ausreichend Gelegenheit zum »Konzertieren«, zu Dialogen, aber auch zu Gegenreden.

Rainer Lepuschitz
Tiroler Tageszeitung   24-09-1993


 
       
   
 

Operette im Ausverkauf

 

:: Was macht den Erfolg einer Operette aus? Was ihre spezifische Ausstrahlung? […] Martin Lichtfuß zerlegt das Phänomen, setzt es mosaikartig wieder zusammen, zitiert, untersucht aus der Perspektive der Texte. »Operette im Ausverkauf«: Kein holdseliges Buch über den »höheren Unsinn«, vielmehr eine sehr treffende, blitzgescheite Analyse.

Gerhard Rosenthaler
AZ/Tagblatt

 

 

:: Studien, die in ihrer dramaturgischen Qualität an die Erkenntnisse über die Operette im »Bürgerlichen Lachtheater« von Volker Klotz heranreichen.

Hans-Dieter Roser
Österreichische Musikzeitschrift   1/1992


 
       
   
 

Kafka-Fragmente

 

:: Schon im instrumentalen Prolog zeigt sich Lichtfuss als außergewöhnlich musikalischer und technisch versierter Komponist. […] eine bemerkenswerte Uraufführung.
Albert Seitlinger
Tiroler Tageszeitung   17-05-1990

 

 

:: Eine Komposition, die beeindruckt, denn Lichtfuss weiß das frei- und atonale Klangmaterial geschickt mit dem Inhalt der Fragmente zu verbinden, setzt den Fragmentcharakter der Texte in Komposition um, ohne dadurch unnötige Brüche zu erzeugen oder zu versuchen, die chiffrierten Worte in eine adäquat-apokryphe Tonsprache umzusetzen. […]

Lichtfuss verleugnet auch seine persönliche Sicht nicht […] und versteht es, überzeugend (und verantwortungsvoll) mit dieser Subjektivität zu operieren.
Lichtfuss' »Kafka-Fragmente« […] sind ein seltener Glücksfall der modernen Musik.

Christian Baier
Österreichische Musikzeitschrift   9/1990


 
       
   
 

An Eurydike

 

:: Am Beginn als gewichtigstes Werk des Abends »An Eurydike« von Martin Lichtfuss, eine Art Streichersymphonie in drei Sätzen von starker Ausdruckskraft, eine bohrende Musik, hinter der sich graue Angst zu verbergen scheint.
Das Publikum hat das Stück verstanden und zollte dem als überlegenen Dirigenten des Abends agierenden Komponisten herzlichen Beifall.

Balduin Sulzer
Kronenzeitung   15-02-1990


 
       
   
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