| Der
Dirigent Martin Lichtfuss
:: Der junge Kapellmeister
Martin Lichtfuss hatte nicht nur in den Autographen geforscht und
danach die Originalfassungen rekonstruiert, sondern er sorgte mit
sicherer Zeichengebung auch dafür, daß das Staatsorchester
schwungvoll die Melodien Suppés präsentierte, die durch
starke stilistische Kontraste immer wieder überraschende Wendungen
nehmen.
Marion Eckels
Braunschweiger Zeitung 14-02-1994
:: Der musikalischen
Leitung von Martin Lichtfuss merkt man über das bloße
Können hinaus auch das geradezu subtile Kennertum an. Gründlich
aufgeräumt hat Lichtfuss mit dem Schlendrian – denn so
darf man's wohl nennen – den »Der Bettelstudent«-Aufführungen
nicht selten auch vom Musikalischen her an sich haben.
Er läßt die von Millöcker geradezu überschwänglich
mit melodischen Einfällen stets aufs Neue belebte Musik […]
nicht breit dahinziehen, sondern zieht sie, sich exakt an Millöckers
originale Fassung haltend, immer locker und klarsichtig durch, so
daß man da jetzt erst wahrnimmt, wie fern dieser Komponist
aller stilistischen Schlamperei oder doch Unreinlichkeit steht.
Erfreulich, daß sich das Philharmonische Orchester Würzburg
da einsichtig zeigte und sich auf Reaktionssicherheit einzurichten
vermochte. Die Animation des Dirigenten wirkte sich aus.
Otto Schmidt-Rosenberger
Main-Post 16-02-1993
:: Dirigent Martin
Lichtfuß befreite sich bei seiner Interpretation bewußt
von allen Traditionen, d.h. Temposchwankungen, Fermaten und sogenannten
Gustopausen.
Das Ergebnis: ein entschlackter, gerader und metrischer Strauß
als Beweis für die ernsthafte Auseinandersetzung mit der Unterhaltungsmusik
des 19. Jahrhunderts.
Cornelia Fäh
Das Orchester Februar 1991
:: Endlich Operette,
wie sie sein soll: […]
Carl Millöckers »Der Bettelstudent« kommt […]
unter dem Dirigenten Martin Lichtfuss ebenso schwungvoll wie präzise
über die Rampe […] Martin Lichtfuss hat den von ihm akkurat
einstudierten Chor […] wie auch das beschwingt musizierende
Orchester gut im Griff, führt die Sänger mit sinnvollem
Duktus und schafft vom ersten Takt an ein gedeihliches Klima.
Jutta Höpfel
neue tiroler zeitung 25-04-1989
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