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Zur
Rentabilität
von kulturellen Einrichtungen
[ 2004 ]
Die Frage nach der Wertigkeit eines Unternehmens
spielt in der Wirtschaft eine entscheidende Rolle, und ein stimmiges
Verhältnis zwischen Geben und Nehmen (im Fachjargon: Input
und Output) stellt eine Schlüsselqualifikation, wenn
nicht sogar die entscheidende Voraussetzung für die Daseinsberechtigung
eines Betriebes dar.
Für die Beurteilung der Wertigkeit bietet sich aus ökonomischer
Sicht das Mittel des Geldes an: Es stellt in der Marktwirtschaft
den Maßstab schlechthin für Wert und Wertigkeit dar,
und die Produktionskette von Investition — Verarbeitung —
Ertrag lässt sich durch die Evaluierung von Zahlen und Fakten
durch keine andere Kategorie so objektiv messen wie durch jene des
Geldes.
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Geld: Maßstab
für Wert und
Wertigkeit
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Für ein Unternehmen,
das in gesellschaftlicher Verantwortung agiert und sich als Teil
eines größeren Ganzen versteht, hat der Grundsatz zu
gelten: »Wir nehmen nicht mehr, als wir geben«, oder
anders ausgedrückt: »Wir geben nicht weniger, als wir
nehmen.« Will ein Unternehmen nachhaltig erfolgreich sein,
muss von Anfang an auf eine harmonische Relation von eingesetztem
Kapital und zu erwartendem Ertrag geachtet werden. Wo dies nicht
geschieht, kommt es früher oder später zum Crash —
schlimmstenfalls in Form von Schließung eines Betriebes bzw.
durch Konkurse. Um derartigen Entwicklungen möglichst vorzubeugen
bzw. um diese zu verhindern, haben sich im Rahmen unserer gesellschaftlichen
Ordnung gewisse Schutzmechanismen ausgeprägt, welche ein allzu
großes Ungleichgewicht zwischen Nehmens-Verhalten und Gebens-Vermögen
verhindern sollen — von bestimmten Rahmenbedingungen für
Investitionszusagen bis hin zu Kreditbestimmungen beim Aufbau von
Betrieben. Die wirtschaftliche Realität zeugt davon, dass dies
leider nicht immer gelingt.
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Wir nehmen nicht
mehr, als wir geben
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Im Streben nach Einklang
zwischen den beanspruchten Ressourcen und der wirtschaftlichen Leistung
eines Betriebes kann sich das Augenmerk schwerpunktmäßig
auf beide Stationen in der Produktionskette richten. Die Suche nach
billigen Grundstoffen und/oder Arbeitskräften, gepaart mit
einer mehr oder weniger starken Kompromissbereitschaft hinsichtlich
der Qualität der Endprodukte etwa zielt darauf ab, diese möglichst
preisgünstig und damit konkurrenzfähig zu positionieren,
während sich der Einsatz »teurerer« Produktionsmechanismen
durch den Hinweis auf ein angemessenes »Preis-Leistungsverhältnis«
rechtfertigen lässt, namentlich dann, wenn ein Betrieb mit
seinen Produkten eine herausragende Spitzenqualität anstrebt,
die ihrerseits unter Umständen sogar »konkurrenzlos«
sein könnte. Das gegenwärtige gesellschaftliche und marktwirtschaftliche
Umfeld lässt eine zunehmende Polarisierung erwarten, sodass
sich zumindest kurz- und mittelfristig die beiden extremen Unternehmensprofile
— billige Massenware und höchstqualifizierte Spezialprodukte
— eher durchsetzen dürften als ein in Bezug auf das eingesetzte
Kapital durchschnittliches »Mittelfeld«, auch dann,
wenn das Verhältnis von In- und Output »nur«
ausgeglichen bleibt.
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Billige Massenware
und höchstqualifizierte Spezialprodukte
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Mit dem Blick auf Bildungseinrichtungen
und kulturelle Institutionen muss vorab jedoch betont werden, dass
dort weitgehend andere Rahmenbedingungen und Voraussetzungen vorliegen
als in der freien Wirtschaft. Zwar weisen etwa Schulen, Theater
oder Orchester ebenso wie Fabriken die Charakteristik von Betrieben
auf, und auch in ihren Fällen steht der Einsatz beträchtlicher
Mittel im Dienste der Erzeugung bestimmter »Endprodukte«.
Diese aber sind — wenn überhaupt — nur äußerst
bedingt miteinander vergleichbar. Eine Evaluierung der jeweiligen
Produktionsmechanismen von Kultur und freier Wirtschaft mit dem
Blick auf beide Bereiche erscheint zwar reizvoll und ist durchaus
erhellend, darf aber nicht zu kurzschlussartigen Übertragungen
führen und Folgerungen für die eine Seite aus Erkenntnissen
der anderen ableiten.
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Evaluierung der
Produktion von Kulktur
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Der fundamentale Unterschied
ergibt sich allein dadurch, dass im Bildungs- und Kulturbetrieb
die Endergebnisse als »Produkte« in ungleich höherem
Maße der subjektiven Wahrnehmung ihrer »Konsumenten«
unterworfen und daher nicht wie jene eines Wirtschaftsbetriebes
messbar sind. Das wird zwar immer wieder versucht, etwa, indem man
aus Besucherquoten oder Einspielergebnissen bzw. dem Anteil der
Eigendeckung kultureller Manifestationen Schlüsse zieht. Kann
sich eine Theaterproduktion etwa im brancheninternen Vergleich behaupten
oder gar Besucherzuwächse verzeichnen, werden sich Argumente
gegen das Unternehmen schwerer durchsetzen lassen als in gegenteiligen
Fall. Bei mangelndem Besucherinteresse hingegen wird als Rechtfertigungsgrund
zumeist auf den Bildungsauftrag der Institution verwiesen, dem ein
Massenpublikum als Zielgruppe entgegenstünde, und ebenso der
Anspruch von Minderheiten auf entsprechende »Unterhaltung«
bzw. Auseinandersetzung ins Treffen geführt. Das kann soweit
gehen, dass eine große Breitenwirkung kultureller Projekte
als Indiz für die Anbiederung an einen »billigen Massengeschmack«
verstanden bzw. unterstellt wird.
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Der Rückzug
der sog. Hochkultur auf kleine Zielgruppen hat Tradition: So hat
sich Alban Berg, immerhin der bedeutendste Musikdramatiker des 20.
Jahrhunderts, bereits 1924 die ernsthafte Frage gestellt, was er
denn angesichts der Breitenwirkung seines Wozzeck »falsch
gemacht« habe(!). Anm. 1) Wenn
es in erster Linie um die kompromisslose Formulierung künstlerischer
Botschaften und Qualitäten geht, geraten die AdressatInnen
mitunter schon aus der Zielrichtung. Das kann bis
hin zur Missachtung des Publikums gehen: A. Schönbergs sarkastische
Abrechnung mit der Masse der Konzertbesucher, deren Präsenz
allein »aus akustischen Gründen unentbehrlich ist, weil’s
im leeren Saal nicht klingt Anm. 2),
war ebenso verhängnisvoll wie zukunftsweisend Anm. 3);
dass sie dies auf lange Sicht auch weiterhin bleiben wird, darf
bezweifelt werden. — Im Umkehrschluss der Missachtung kultureller
Massenveranstaltungen bietet sich für (gemessen am Publikumszuspruch)
mäßig erfolgreiche Künstler der Verweis auf die
elitäre Charakteristik ihrer Projekte als Rechtfertigung quasi
von selbst an und macht sie so auf bequeme Weise unangreifbar. Spätestens
hier ist Kulturpolitik gefordert.
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Kompromisslose
Formulierung
künstlerischer
Botschaften
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Abseits der Frage, ob
ein künstlerisches Unternehmen als gelungen einzuschätzen
ist oder nicht, steht fest, dass bei kulturellen Projekten nur in
seltensten Fällen eine finanzielle Eigendeckung vorauszusetzen
ist, sofern man nicht von Verhältnissen ausgeht, wie sie etwa
in den USA herrschen. Das dort längst etablierte
Sponsoring als Grundvoraussetzung für Kulturveranstaltungen
fußt auf einer langjährigen Tradition und spiegelt ein
zu zentraleuropäischen Verhältnissen deutlich unterschiedliches
Gesellschaftssystem wider. Dem Vorteil, dass geistige Auseinandersetzung
im Allgemeinen und kulturelle Manifestationen im Besonderen den
Staatshaushalt weniger belasten, steht der nicht zu leugnende Nachteil
einer geringeren Breitenwirkung entgegen. Anm. 4)
Dies schlägt sich zwar nicht unmittelbar in den Spitzenleistungen
der Bereiche von Bildungs- und Kultureinrichtungen nieder; ein diesbezüglicher
Vergleich zwischen Europa und den USA ginge sicher nicht zu Lasten
der »Neuen Welt« aus — im Gegenteil: Die Spitzenforschung
als Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg wurde in Amerika
längst vor Europa erkannt und gefördert.
Was aber die gesellschaftlichen Auswirkungen geistiger und kultureller
Initiativen betrifft, darf man Zentraleuropa getrost Überlegenheit
zusprechen: Die Charakteristik amerikanischer Wahlkämpfe
(ganz zu schweigen von deren Ausgang) und die Ergebnisse der sog.
PISA-Studie sprechen für sich. Auch wenn diese Behauptung kühn
scheint: Die unterschiedliche Einschätzung des Irak-Kriegs
durch die Öffentlichkeit diesseits und jenseits des Atlantik
hat, neben vielen anderen Ursachen, auch im unterschiedlichen Bildungshorizont
der jeweiligen Mittelschichten ihre Entsprechung. Anm. 5)
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Gesellschaftlicher
Hintergrund des
Sponsorings
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Hierzulande ist die staatliche
Förderung von Bildung und Kultur als Grundfaktor europäischer
Tradition nach wie vor anerkannt und beruht auf dem Bekenntnis,
grundsätzlich allen Bevölkerungsgruppen, ungeachtet ihres
sozialen oder finanziellen Hintergrundes, den Zugang zu jenen Domänen
geistiger Auseinandersetzung zu sichern, die in Zeiten feudaler
Gesellschaftsordnungen aristokratischen Schichten vorbehalten waren.
In der Bereitstellung einer kulturellen Infrastruktur abseits aller
Fragen nach »Rentabilität« liegen freilich auch
Gefahren: Wenn etwa Strebsamkeit und Ehrgeiz für bestimmte
Berufsgruppen (so etwa für MusikerInnen, aber ebenso für
LehrerInnen) in besonderer Weise eine Grundlage ihrer Berufsausübung
darstellen, so werden diese durch ein gewisses (!) Maß an
Konkurrenz eher gefördert als durch die »Ver-Beamtung«
ihrer beruflichen Positionen. Und wenn Künstler zur Entfaltung
ihrer Fantasie Freiräume — und im besonderen auch finanzielle
Mittel der öffentlichen Hand — zu Recht beanspruchen,
so steht dieser Forderung die grundsätzliche Möglichkeit
des Missbrauchs lukrierter Mittel gegenüber, bis hin zu einem
Privilegientum, das untere dem Deckmantel »künstlerischer
Freiheit« öffentliche Gelder mehr zu Nutzen bestimmter
(nicht selten skandalträchtiger) Karrieren als zum öffentlichen
Wohl einsetzt. Leider zehren nicht wenige Künstler immer noch
vom Missbrauch der Kunst durch die jüngsten Diktaturen (insbes.
während der NS-Zeit), indem sie jene, die ihre Leistungen nicht
goutieren, explizit oder implizit einer autoritären Kunstgesinnung
bezichtigen und sich auf diese Weise der Kritik zu entziehen versuchen.
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Staatliche Förderung
als Bekenntnis
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Resultierend aus einer
kritischen Beurteilung vergangener Kultur- und Bildungspolitik,
aber auch bedingt durch wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die
Notwendigkeit von Einsparungen, wird die bisherige Praxis der Kulturförderung
in jüngerer Vergangenheit zunehmend mit dem Verweis auf alternative
Modelle (bes. im angelsächsischen Raum) angezweifelt.
An eine pauschale »Übernahme« der dort etablierten
Modelle ist schon aufgrund der unterschiedlichen gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen (Gewerkschaften!) nicht zu denken. Allerdings
scheint ein Evaluierung der vorhandenen Betriebe und die Suche nach
möglichen Einsparungen ein Gebot der Stunde. In Zusammenhang
mit dem Begriff »Synergien« (oft genug euphemistisch
gebraucht!) stehen nicht wenige Arbeitsplätze zur Diskussion.
An der Frage nach der Effizienz von Bildungseinrichtungen und kulturellen
Institutionen wie Theatern, Orchestern, Galerien etc. kommen PolitikerInnen
gegenwärtig nicht vorbei, auch wenn eine objektive Einschätzung
so gut wie unmöglich erscheint, zumal es verbindliche Maßstäbe
und Werte im Bereich von Kunst und Bildung nicht geben kann. Dennoch
sind sie zum Handeln gefordert. Worauf aber können ihre Entscheidungen
gründen?
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Evaluierung –
ein Gebot der
Stunde
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Aus den vorangegangenen
Überlegungen ergeben sich hierzu folgende Aussagen:
• Kunst ist, wenn überhaupt, allenfalls in
Teilbereichen und nur sehr unzureichend messbar. Zudem sinkt mit
steigender Individualität der Aussage auch deren Vergleichbarkeit.
• Aufgrund des immanent defizitären Charakters
von Bildung & Kultur resultiert der Versuch einer ökonomischen
Bewertung dieser Bereiche automatisch in deren Charakterisierung
als »Verlustgeschäft«. Es sei denn, die Berechnungen
wären extrem komplex und bezögen sämtliche Auswirkungen
der geprüften Instanzen ein, was de facto nicht möglich
ist und auch nie geschieht.
• Daher sind Kultur und Bildung dort gefährdet,
wo sie nicht auf der persönlichen Überzeugung der verantwortlichen
Personen/Gruppen beruhen (»Bildungsauftrag«).
• Aus der Einsicht, dass die Effizienz von Bildungs-
und kulturellen Einrichtungen nicht mit Messdaten adäquat erfasst
werden kann, ergibt sich, die entsprechenden Institutionen nicht
primär aus ökonomischer Perspektive und unter dem Gesichtspunkt
der Rentabilität zu beurteilen und den wirtschaftlichen Daten
stets die inhaltliche Wertschöpfung gegenüberzustellen.
Ermittlungen des Rechnungshofs u.ä. Maßnahmen können
nur einen kleinen Teil des outputs — jedenfalls nicht
den wesentlichen — erfassen.
• Kulturförderung (im Sinne einer zentraleuropäischen
Tradition) sollte immer subjektiv bestimmt bleiben (dürfen).
Leugnet man dies, kommt es zum (übereinstimmend geringgeschätzten)
sog. »Gießkannenprinzip«.
• Dies setzt verantwortliche Führungskräfte
mit entsprechend weitem kulturellen Horizont voraus, welche das
Bekenntnis zur Subjektivität nicht mit einer Verabsolutierung
des eigenen (notwendigerweise beschränkten) Standpunktes verwechseln,
sondern ermessen können, was gesamtgesellschaftlich effizient
und damit förderungswürdig ist und was nicht. Die Einbeziehung
von BeraterInnen ebenso wie Teamarbeit insgesamt kann ein wirksames
Gegengewicht zu einer potenziellen Gefahr der »Parteilichkeit«
bilden.
• Anders als
in der Wirtschaft, wo eine unmittelbare Nutzenorientierung
ein zentrales Kriterium darstellt, kann in kulturellen Kategorien
allenfalls eine mittelbare Nutzenorientierung dagegengesetzt
werden. Anm. 6) Denn hier treten
die positiven Auswirkungen mindestens ebenso oft indirekt als direkt
zutage. Anm. 7) Zudem ist die Existenz
eines breiten Umfeldes eine der unverzichtbaren Grundvoraussetzungen
zur Hervorbringung von künstlerischen Spitzenleistungen. Daher
ist im Bereich von Bildung und Kultur dem Verlust der »Mitte«,
wie er in nächster Zukunft gesamtwirtschaftlich zu erwarten
ist, entgegenzuwirken.
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1)
Vgl. hierzu: Erich Alban Berg, Der unverbesserliche Romantiker.
Alban Berg 1885-1935. Wien 1985, S. 99.
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2) Arnold
Schönberg, Briefe. Hg. von Erwin Stein. Mainz 1958, S.
52. Schönbergs Worte sind adäquat nur vor dem Hintergrund
seiner persönlichen Schwierigkeiten als Folge seiner künstlerischen
Integrität einzuschätzen.
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3) Indirekt
zwar, aber überdeutlich manifestiert sich eine späte Spur
dieser Kunstauffassung im Titel von P. Handkes seinerzeitigem »Aufreger«
Publikumsbeschimpfung (1966).
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4) Die
im Vergleich zu Europa kümmerliche Dichte der amerikanischen
Orchester- und Theaterlandschaft darf hier als eindeutiges Indiz
gelten.
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5) Vgl.
hierzu die Aussagen der amerikanischen Zeitschrift Investors
Business Daily, 10.12.2001.
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6) Schwindende
Perspektiven für »durchschnittliche« Produkte haben
sich zwar bereits auch dort ergeben, wo marktwirtschaftliche Grundsätze
regieren, etwa im Bereich von CD-Produktionen.
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7) »Wer
musiziert, nimmt keine Knarre in die Hand« (H.W: Henze)
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